Psychosomatik

Die Häufigkeit psychischer und psychosomatischer Erkrankungen in Deutschland liegt bei
20-25%.

Psychosomatische Medizin ist die Lehre von den körperlich-seelisch-sozialen Wechselwirkungen in der Entstehung, im Verlauf und in der Behandlung von menschlichen Krankheiten.

Das zentrale Problem der Psychosomatischen Medizin ist das Leib-Seele-Problem. Dabei geht es um die Frage, wie sich seelische (gr. psyche Seele) und körperliche Vorgänge (gr. soma Körper) gegenseitig beeinflussen und verändern können.

Konfliktsituationen, Sorgen und Ängste, die längere Zeit andauern und ausreichend stark sind, können Menschen krank machen. Umgekehrt können z. B. auch schwere, chronische Erkrankungen Ängste bei den Betroffenen auslösen.

Unter dem Begriff der Psychosomatischen Grundversorgung versteht man die Basisdiagnostik und Basistherapie von psychischen und psychosomatischen Erkrankungen.

Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt im Erkennen und Behandeln von Patienten mit psychosomatischen Störungen in Form einer beratenden Gesprächstherapie, bei der es darum geht die Konflikte des Patienten zu verstehen, sie zu verbalisieren und mit dem Patienten eine gemeinsame Sprache zu finden, in der diese Konflikte auf eine Lösung hin bearbeitet werden ("Kleine Psychotherapie").

In der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM) existiert ein somato-psychisches (d.h. Körper und Psyche vereinigendes) Krankheitsverständnis, das noch viel selbstverständlicher und tiefgehender ist als in der Psychosomatik aus westlicher Sicht. Psychisch-emotionale Faktoren wie Wut, Trauer, Angst, Sorge und Freude werden ganz selbstverständlich und gleichrangig in die Überlegungen einbezogen wie auslösende äußere Krankheitsfaktoren z.B. Wind, Kälte, Hitze, Feuchtigkeit und Trockenheit.

Unter Berücksichtigung dieser Zusammenhänge wird verständlich, dass auch bei psychosomatisch beeinflussten Beschwerdebildern die Akupunktur eine effektive Methode ist und im Rahmen eines Gesamtkonzeptes eingesetzt werden sollte.