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Körperakupunktur

Traditionell versteht man unter Akupunktur die Regelung des Flusses der Lebensenergie Qi (ausgesprochen "tschi"), die den Körper in den Leitbahnen (Meridianen) durchströmt. Das Leitbahnsystem ist ein energetisches Netzwerk von Kanälen, das die Akupunkturpunkte miteinander verbindet und über innere Verläufe auch die inneren Organe und andere funktionelle Systeme verknüpft und beeinflusst.

Die Auswahl der richtigen Punkte ergibt sich aus dem Studium der 14 Meridiane, auf denen mehr als 360 Hauptakupunkturpunkte lokalisiert sind.

Jeder Mensch verfügt über ein individuelles energetisches Muster. Eine spezielle Diagnostik erfasst dieses Muster sowie die eventuell vorliegenden Störungen und Blockaden.

Die Analyse des Energiestatus erfolgt auf der Basis der Zuordnungskriterien Yin und Yang sowie nach speziellen chinesischen Syndrommustern. Ergänzende Diagnoseinstrumente sind die Zungen - und die Pulsdiagnostik.

Yin und Yang sind Anteile der Lebensenergie Qi. Sie sind als lebenserhaltende Kräfte gleichzeitig im Körper. Auf der einen Seite verdrängen sie sich, auf der anderen Seite hängen sie aber voneinander ab und beeinflussen sich. Sind Yin und Yang im Gleichgewicht, stellt dies den idealen Gesundheitszustand dar. Ein Ungleichgewicht führt dagegen auf Dauer zu Krankheit.

Wird der Energiefluss z. B. durch Narben, Verletzungen, falsche Lebensgewohnheiten, Stress oder andere Umstände unterbrochen, entsteht ein Stau oder eine Leere von Energie.

Die Wiederherstellung des Energieflusses ist jetzt das Ziel.

Schmerzen sind z. B. die Folge einer Blockade des Qi. Die Akupunktur versucht hier durch die Anregung bzw. Harmonisierung des Qi diese Blockade (Stagnation) zu beheben.

Je nach Diagnose werden bei Bedarf zusätzliche Manipulationsmethoden wie z.B. das Schröpfen oder die Moxibustion angewandt.

Betrachtet man auf einer Akupunkturtafel die über den Körper verlaufenden Meridianbahnen, so wird verständlich, dass auch Akupunkturpunkte, die z.B. fern vom Ort des Schmerzgeschehens liegen, in der Behandlung eine Rolle spielen können. Häufig muss der Arzt energetisch den gesamten Meridian als Funktionskreis stabilisieren und nicht nur eine kleine lokale Stelle, um wirkungsvoll eine Krankheit zu bekämpfen.